Klima-Allianz Deutschland

Klima- und Energiepolitik

Wir haben es satt! – Demo für bäuerliche und ökologische Landwirtschaft

header

Mit dem Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA versprechen Politiker und Wirtschaftsvertreter in der EU und den USA mehr Wachstum und Arbeitsplätze. Sie wollen mehr Marktfreiheit und mehr Rechte für Konzerne. Dafür sollen Verbraucherschutz- und Umweltstandards schrumpfen. Mithilfe privater Schiedsgerichte, einer Angleichung der Standards auf kleinstem gemeinsamen Nenner und mehr Mitsprache der Industrie bei Gesetzen könnten Hormon- und Klonfleisch und mehr Gentechnik serviert werden – durch die Hintertür, ohne Kennzeichnung.

2016 stehen wichtige politische Entscheidungen an

  • Winken Bundesregierung und EU-Parlament das EU-Kanada-Handelsabkommen CETA gegen den breiten Widerstand der Bevölkerung durch und ebnen damit TTIP, dem Abkommen mit den USA den Weg oder geben sie dem Verbraucherschutz den Vorrang?
  • Nicken Bundesregierung und EU die erneute Zulassung von Glyphosat ab oder folgen sie der Einschätzung der WHO und nehmen das meist verkaufte Pestizid vom europäischen Markt?
  • Knickt die Bundesregierung bei der Novellierung der Düngevorordnung vor den Interessen der Fleischindustrie ein oder schützt sie unser Grundwasser vor der Nitratbelastung durch zu viel Gülle?
  • Schiebt die Bundesregierung die Verantwortung für den GVO-Anbau an die Bundesländer ab oder bringt sie endlich ein nationales Anbauverbot auf den Weg?
  • Bleibt die Bundesregierung bei der freiwilligen Selbstverpflichtung des Handels stehen oder verfolgt sie mehr Tier- und Verbraucherschutz und setzt sich für die Haltungskennzeichnung bei Fleisch ein?

Es lohnt zu kämpfen

Die Bewegung hat viel erreicht: Strengere Auflagen für den Bau von Mastställen, weniger Subventionen für Massentierhaltung und etwas mehr Kontrollen bei Antibiotika im Stall. Doch für eine bessere Tierhaltung muss der Protest verstärkt werden. Es braucht die Agrarwende. Jetzt! Die Politik darf die Agrarkonzerne nicht länger fördern! Es braucht eine Qualitätsoffensive statt einer Exportoffensive! Und einen gerechteren Handel weltweit – ohne TTIP und CETA!

Überall im Land verhindern Aktivistinnen und Aktivisten Megaställe und fordern bäuerliche Strukturen in der Tierhaltung. Gen-Mais haben sie von unseren Äckern vertrieben, und der Protest lässt TTIP und CETA wanken. Doch Veränderungen brauchen den Druck der Straße. Machen auch Sie mit!

Die Agrarindustrie ist unverändert auf dem Vormarsch: Konzerne wie Monsanto, BASF und Syngenta untergraben die Saatgutvielfalt und bringen weitere Gentech-Sorten auf den Markt. Überall entstehen neue Tierfabriken, in denen Millionen von Tieren in qualvoller Enge leben und regulär mit Antibiotika behandelt werden. Fleisch wird exportiert, doch die Gülle bleibt in Deutschland und verunreinigt unser Grundwasser.

Bäuerliche Betriebe leiden unter den Dumpingpreisen der Discounter und unter den immer höheren Bodenpreisen. Bundesregierung und Agrarindustrie setzen auf steigende Fleisch- und Milchexporte. Immer mehr, immer billiger! Das ruiniert BäuerInnen bei uns und auf der ganzen Welt. Die Agrarpolitik steht am Scheideweg: Wird unser Essen künftig noch von Bäuerinnen und Bauern für den Bedarf in der Region angebaut? Oder kommt es von Konzernen, die für den Weltmarkt produzieren?

Halten Sie sich den 16. Januar frei!

Auf zur Demo „Wir haben es satt!“

Fordern auch Sie ökologisch hochwertige und gesunde Lebensmittel: erzeugt auf bäuerlichen Betrieben für den regionalen Markt. Unter artgerechter Tierhaltung und weiterver­arbeitet vom Lebensmittelhandwerk – zu fairen Preisen und fairen Marktbedingungen in Europa und weltweit.

Setzen Sie gemeinsam ein starkes Zeichen für eine gesellschaftlich akzeptierte bäuerliche und ökologische Landwirtschaft und kommen Sie mit am 16. Januar 2016 in Berlin auf die Straße!

Quelle: BUND

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.