Nach der Ankündigung des Windanlagenherstellers Enercon, Planungen für eine Rotorblattfabrik im norddeutschen Haren im Falle einer Bauentscheidung zuguns-ten des geplanten Kohlekraftwerks im nahe gelegenen Dörpen zurückzuziehen, schlagen die bundesweit tätige Klima-Allianz und ihre Mitgliedsverbände Alarm. Über 1000 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe, der wirtschaftliche Aufschwung der Region ist in Gefahr. Politische Unterstützer der Kohle verschweigen derweil, dass ein Kohlekraftwerk nicht nur negative Folgen für Mensch und Umwelt hätte, son-dern gleichzeitig nur einen Bruchteil der Arbeitsplätze liefern würde.
Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) warnt vor dieser Fehlentwicklung: „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Bau von neuen Kohlekraftwerken schließen sich aus. Nicht immer wird dies so anschaulich wie jetzt in Dörpen. Will die Gemeinde klimafreundlichen Windstrom oder drecki-gen Kohlestrom? Will sie tausend zukunftssichere Arbeitsplätze oder will sie dar-auf verzichten?”
Die Politik vor Ort müsse sich endlich klar positionieren, fordert auch Jürgen Mai-er, Geschäftsführer des Forums Umwelt & Entwicklung: „Die Dörpener CDU muss sich jetzt entscheiden. Entweder sie empfängt Zukunftsinvestitionen wie die Ener-con-Windkraftanlagenfabrik mit ihren über 1000 Arbeitsplätzen mit offenen Ar-men und trägt damit zum wirtschaftlichen Aufschwung in der Region bei. Oder sie setzt gegen Willen der Bürger der ganzen Region das Kohlekraftwerk durch, eine Energie von gestern mit wenig Arbeitsplätzen und viel Klimaschaden. In diesem Fall trägt sie zum wirtschaftlichen Aufschwung woanders bei, nämlich an dem Ort, an dem Enercon stattdessen investieren wird. Kohle oder Wind, Vergangenheit oder Zukunft – beides zusammen geht nicht.“
Die Klima-Allianz begrüßt, dass sich immer mehr Unternehmen aus der Branche der Erneuerbaren Energien deutlich positionieren und sich aktiv gegen weitere wirtschafts- und umweltfeindliche Kohlekraftwerke aussprechen.










