Sigmar Gabriel spricht sich ein zweites Mal gegen ein Kohlekraftwerksvorhaben in Norddeutschland
aus
Bei seinem heutigen Besuch des Ökowerkes in Emden hat sich der Bundesumweltminister klar
gegen das dort vom dänischen Energiekonzern geplante Kohlekraftwerk ausgesprochen. Wie bereits
eine Woche zuvor in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) führte er auch in Emden aus, dass
ein Kohlekraftwerk ohne Kraftwärmekopplung höchst ineffizient und daher für ihn nicht akzeptabel
sei.
Uwe Loers von der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland begrüßt Gabriels Äußerungen: „Der
Minister hat sich damit gegen das in Emden geplante Kohlekraftwerk ausgesprochen, da eine Nutzung
der Abwärme durch Kraftwärmekopplung nicht vorgesehen ist. Wir sehen uns daher in unserer
Forderung nach dem Stopp der Planungen des riesigen Kohlekraftwerks in Emden durch und
durch bestätigt und sehen Rückenwind für die Ablehnung des Vorhabens, auch für die Emder SPD.
Diese muss jetzt im Gemeinderat ihren Worten Taten folgen lassen. Der Gemeinderat hat die
kommunalrechtlichen Mittel in der Hand, um das Kohlekraftwerk zu verhindern und deutlich zu
machen, dass er dem Klimaschutz, den Erneuerbaren Energien und den Menschen in der Region
Vorrang gibt.“
Auch Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums für Umwelt und Entwicklung und Mitglied des
SprecherInnenrates der Klima-Allianz, begrüßt Gabriels Äußerungen: „Minister Gabriel hat erkannt,
dass neue Kohlekraftwerke nicht nur ökologisch falsch sind, sondern dass sie im Vergleich zu Erneuerbaren
Energien auch wahre Arbeitsplatzkiller sind, die langfristig nicht ökonomisch betrieben
werden können.“ Die von Kanzlerkandidat Steinmeier entworfene Vision Millionen neuer, ’grüner’
Arbeitsplätze ließen sich mit neuen Kohlekraftwerken nicht realisieren, so Maier weiter. Gabriel
dürfe sich aber nun nicht mit der Ablehnung zweier Kraftwerke rühmen, sondern müsse auch
die weiteren 19 geplanten Kohlekraftwerke in Deutschland ablehnen. „Werden diese Kraftwerke
gebaut, kann die Bundesregierung ihre eigenen Klimaschutzziele nicht einhalten. Dies hat eine
Studie des Bundesumweltministeriums eindrucksvoll belegt.“.
Die Klima-Allianz kündigte an, die weiteren Besuche von Sigmar Gabriel an Kohlekraftwerksstandorten
zu beobachten.










