Klima-Allianz Deutschland

Braunkohle in der Lausitz

Steag – Finger weg von der Braunkohle!

Der Energiekonzern Steag will in die dreckige Braunkohle einsteigen und dem Energiekonzern Vattenfall das Lausitzer Braunkohle-Revier abkaufen. Der Kohle-Deal schadet nicht nur der Umwelt und dem Klima. Für die an der Steag beteiligten Kommunen in NRW ist er auch finanziell ein hochriskantes Abenteuer. Städte wie Dortmund, Duisburg oder Dinslaken versuchen sich als Großinvestoren in der Lausitz – und könnten sich dabei mächtig verheben.

Braunkohle: Kurzfristige Profite mit großen Risiken

Vattenfall hat gute Gründe, seine Braunkohle-Sparte loszuwerden. Das Geschäft mit der Braunkohle ist riskant –für das Klima, und auch für die Bilanz.

  1. Braunkohle ist ein extrem schmutziger Energieträger und Klimakiller. Viele tausende Menschen sollen in der Lausitz für den Tagebau ihre Heimat verlieren. Aber die Verantwortung für den Klimaschutz und die Menschen hört nicht an der Stadtgrenze auf.
  2. Wenn die Klimaziele der Regierung umgesetzt werden, werden Kraftwerke und Tagebaue stillgelegt, lange bevor sich die Steag-Investition ausgezahlt hätte. Hohe Verluste wären die Folge.
  3. Weil die Abwässer vom Tagebau Lausitz die Spree schädigen, müssen der Spreewald saniert und Grundwasserschäden behoben werden – Ewigkeitskosten in Milliardenhöhe, die direkt die Steag und damit auch die beteiligten Ruhrgebietskommunen belasten würden.
  4. Der Deal bindet Kapital, das dann für die Energiewende in NRW nicht zur Verfügung steht.

Klimaschutz: Nicht aus der Verantwortung stehlen

Als die Kommunen sich zusammen zum Kauf der Steag entschieden, haben sie festgelegt, dass die Steag die Energiewende unterstützen soll und eine verlässliche und umweltfreundliche Energieversorgung für NRW gewährleisten. Ein Abenteuer im Lausitzer Braunkohle-Revier hat damit nichts zu tun.

„Der Klimagipfel von Paris hat beschlossen, dass die Tage der Braunkohle langsam gezählt sind – und ich möchte nicht, dass sie mit Dortmunder Geld weiterläuft“, begründet Thomas Quittek aus Dortmund sein Engagement.

Bürger/innen organisieren den Widerstand

Der Dortmunder Thomas Quittek, der Duisburger Norbert Bömer und der Dinslakener Daniel Luther haben je eine Petition gestartet und fordern die Verantwortlichen in ihren Städten dazu auf, den Risiko-Deal der Steag zu verhindern.

Wohnst Du in NRW?  Dann mach mit:

  1. Unterzeichne die Petition an den Stadtrat von Dortmund
  2. Unterzeichne die Petition an den Stadtrat von Duisburg
  3. Unterzeichne die Petition an den Stadtrat von Dinslaken

Wenn Du nicht in NRW wohnst: Mach diese Geschichte bundesweit bekannt – und unterstütze so die Bürger/innen vor Ort. Teile diesen Beitrag jetzt mit Deinen Freunden.

Ein Kommentar

  1. Pingback: D E W – k o m m u n a l » Keine Braunkohle für Dortmund – stoppen Sie den Risiko-Deal der Steag!

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