Bundesweite Demonstrationen
Rund 6.000 Menschen demonstrierten 2008 bei den bundesweiten Demonstrationen der Klima-Allianz an den Kraftwerksstandorten Staudinger bei Hanau in Hessen und Jänschwalde bei Cottbus in Brandenburg. Unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen!“ forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Politiker und die Energiekonzerne dazu auf, die deutschen Pläne für den Neubau von Kohlekraftwerken aufzugeben.
Höhepunkt der Demonstrationen war eine auf beiden Kundgebungen parallel stattfindende
Aktion. Tausende Menschen zeigten gleichzeitig den Energiekonzernen die „Rote Karte“ für
ihre klimaschädlichen Kraftwerkspläne.
Hintergrundinfos zu den Standorten
Standort Staudinger
Das Kohlekraftwerk Staudinger liegt in Großkrotzenburg bei Hanau in Hessen. Laut E.ON sollen dort ab 2012 drei alte Kraftwerksblöcke abgeschaltet werden. Ein neuer “Block 6″ soll die wegfallenden Kapazitäten ersetzen – wird jedoch wesentlich größer sein. E.ON-Chef Wulf Bernotat hat angekündigt, Kohlekraftwerke nicht gegen den Widerstand der Bevölkerung zu bauen. Doch obwohl die Menschen vor Ort massiv gegen die Pläne protestieren und sich selbst der hessische Landtag gegen einen Ausbau von Staudinger entschieden hat, hält der Konzern an seinem Plan, einen neuen Kraftwerksblock zu bauen, weiter fest. Die Folge wäre ein Anstieg der CO2-Emissionen von 5 auf 9 Mio. Tonnen pro Jahr. Die ohnehin starke Schadstoffbelastung der Region wäre durch eine Zunahme von Feinstäuben und Schwermetallen wie Quecksilber, Blei und Arsen weiter verstärkt. Eine weitere Folge wäre einen Arbeitsplatzabbau, der mit dem Bau des neuen Blocks einhergeht. Die verheerende Folgeschäden des Kohleabbaus in Südafrika für die Befeuerung des Kraftwerks Staudinger sind nicht mehr hinzunehmen.
- Hainstadt, Feuerwehrplatz, Offenbacher Landstraße
- Großauheim, Alte Apotheke, Bahnhofstraße/Hauptstraße
- Großkrotzenburg, Bürgerhaus, Schulstraße (Start hier schon um 13.30 Uhr)
- Kleinauheim, Sporthalle (Eugen-Kaiser-Schule), Fasaneriestraße
- Franz Alt (Umweltpublizist, www.sonnenseite.com)
- Hubert Weiger (BUND-Vorsitzender www.bund.net)
- Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen, www.gruen-hessen.de)
- „Klimazeuge“ Fei Tevi von den Fidschi Inseln (Klimazeuge aus einem vom Klimawandel besonders betroffenen Land, www.brot-fuer-die-welt.de
- Jutta Sundermann (Mitgründerin von attac Deutschland, www.attac.de)
- Claus Kaminsky (OB Hanau, www.hanau.de/)
- Winfried Schwab-Posselt (Sprecher der Bürgerinitiative “Stopp Staudinger”)
- Stefan Weiß (Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck, www.ekkw.de/)
- Politrunde mit Tarek A-Wazir, Gernot Grumbach (Vorsitzender der SPD Hessen Süd und Mitglied im Bundesvorstand der SPD) und Janine Wissler (stellv. Fraktionsvorsitzende, Die Linke Hessen)
- Moderation: Heike Leitschuh www.leitschuh-fecht.de
- Bands:
- Blumentopf (Hip-Hop Band, Infos unter www.blumentopf.nbsp.de)
- Banjoory (Roots, Ska, Dub und Dancehall, Infos unter: www.banjoory.de)
- Ulla Gahn (Preisträgerin des „Deutschen Klimaschutzpreises 2007“ der DUH)
- Nurzat Abdyrasulova, von Unison aus Kirgistan berichtet über die schlimmen Folgen des Klimawandels in ihrem Land
- Mathias Berndt, Ev.Kirchengemeinde Region Guben und Pfarrer aus dem bedrohten Dorf Atterwasch
- Ska Keller, Landesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen Brandenburg
- Carolin Steinmetzer-Mann, umweltpolitische Sprecherin, Landtagsfraktion Die Linke, Brandenburg
- Heide Schinowsky, Vorstand BUND Berlin/Brandenburg
- Rene Schuster, Vertreterin der Initiative “Keine neuen Tagebaue”
- Moderation: Sven Giegold, attac
- Bands:
- Stern Combo Meissen
- Band Mellow Mark
- Fahrt mit Busshuttles zunächst zur Abrißkante der Tagebaue fahren und danach in das durch die geplanten neuen Tagebaue gefährdete Dorf Kerkwitz.
- Freiluftgottesdienst und Bühnenprogramm oder Freiluftkino in Kerkwitz
Aussage von Wulf Bernotat auf der E.ON Hauptversammlung am 30.April 2008 zur Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger
Standort Jänschwalde
Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde liegt in einem Tagebaugebiet in der Nähe von Cottbus in der Lausitz. Es ist mit einem Ausstoß von rund 25 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr Europas fünftgrößte Dreckschleuder. Vattenfall will die Braunkohleverstromung – die klimafeindlichste Form der Energiegewinnung überhaupt – in der Lausitz für weitere Jahrzehnte durchsetzen. Ab 2020 soll ein neuer Kraftwerksblocks in Jänschwalde gebaut werden, dessen CO2-Emissionen durch Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CSS) geringer ausfallen sollen als bisher, doch ist die Technologie CSS noch zu wenig erforscht, um von Vattenfall als Lösung propagiert zu werden.
Es fehlen konkreter Ablaufszeiten für die alten Kraftwerksblöcke, sodass der Betrieb auch nach 2020 noch jahrelang fortgesetzt werden könnte. Für die weitere Befeuerung aller Vattenfall-Kraftwerke in der Lausitz sollen fünf neue Tagebaue angelegt werden. Drei weitere Dörfer würden dem Tagebau zum Opfer fallen und knapp 4.000 Menschen müssten umgesiedelt werden.
Lesen Sie hier den Hilferuf aus der Lausitz.
Auch die Grüne Liga hat ein Hintergrundpapier verfaßt: “Wo die Zukunft der Lausitz verheizt werden soll:Das Braunkohlenkraftwerk Jänschwalde”, in dem Sie Details zum Kraftwerk, der CCS-Technologie und den geplanten Umsiedlungen nachlesen können.
Programme der Demos
Kraftwerk Staudinger
Ab 14:00 Uhr Sternmarsch zu den Mainwiesen, gegenüber vom Kraftwerk Staudinger
Treffpunkte:
Ab 15.00 Uhr Bühnenprogramm auf den Mainwiesen gegenüber des Kraftwerks
Redner:
Standort Jänschwalde
14.00 Uhr Bahnhof Peitz-Ost
Bühnenprogramm
Ende gegen 16.30 Uhr
Anschließend:
14.00 Uhr Bahnhof Peitz-Ost
Bühnenprogramm
Ende gegen 16.30 Uhr
Anschließend:



