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Keine neuen Kohlekraftwerke!

Argumente gegen neue Kohlekraftwerke

Keine neuen Kohlekraftwerke!

Keine neuen Kohlekraftwerke! Aktion gegen den Trianel-Steinkohlekraftwerksneubau in Lünen, Juli 2011

Kohle ist mit Abstand der klimaschädlichste Energieträger, der mit einem Anteil von über 40 Prozent die deutsche Stromversorgung dominiert. Trotz “modernster” Technik stößt jedes Kohlekraftwerk enorme Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid aus, und das aufgrund der langen Betriebszeiten sogar für mehrere Jahrzehnte.

Allein die derzeit in Bau bzw. in Planung befindlichen Kohlekraftwerksprojekte würden die nächsten 40 -50 Jahre jährlich fast so viel Kohlendioxid in die Luft blasen, wie der gesamte deutsche Verkehrssektor derzeit. Effektive Klimapolitik ist so nicht möglich.

Mit dem Neubau von Kohlekraftwerken würde in Deutschland auf weitere Jahrzehnte eine klimaschädliche Stromerzeugung festgeschrieben.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den deutschen Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent unter die Werte von 1990 zu reduzieren. Bis 2050 sollen die klimaschädlichen Emissionen dann um 80 bis 95 Prozent gemindert werden. Der Neubau von Kohlekraftwerken würde die Einhaltung dieser Ziele verunmöglichen.

Kohlekraftwerke sind Auslaufmodelle!

Kohlekraftwerke passen nicht in das Energiesystem der Zukunft. Die Stromversorgung mit hohen Anteilen Erneuerbarer Energien erfordert einen restlichen Kraftwerkspark, der schnell und flexibel auf die naturgemäß schwankende Stromeinspeisung aus Wind und Sonne reagieren kann. Dafür sind weder Stein- noch Braunkohlekraftwerke technisch noch betriebswirtschaftlich geeignet!

Es geht in den nächsten Jahren darum, den hohen Anteil der Kohlekraft im derzeitigen Strommix kontinuierlich zu senken.

Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in Deutschland sind neue Kohlekraftwerke auch vor dem Hintergrund des Atomausstiegs nicht erforderlich. Im Gegensatz zu unflexiblen Kohleblöcken können hocheffiziente und flexible Gaskraftwerke einen sinnvollen Beitrag für den Übergang in das regenerative Zeitalter leisten.

Neue Kohlekraftwerke: wirtschaftlich fragwürdig!

Investitionen in neue Kohlekraftwerke lohnen sich aufgrund der zunehmenden Strommengen aus Erneuerbaren Energien immer weniger. Damit sich der Bau eines Kohlekraftwerks mit seinen hohen Investitionskosten rechnet, muss das Kraftwerk viele Stunden im Jahr mit voller Last laufen. Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien werden Kohlekraftwerke jedoch schon jetzt immer öfter aus dem Markt gedrängt, ihre Auslastung sinkt. In Zukunft wird es zunehmend die Situation geben, dass längere Kohlekraftwerke längere Zeit still stehen. Die Erzeugermargen für neue Steinkohlekraftwerke sind jetzt schon so niedrig, dass sie nicht einmal die fixen Kosten decken können.  Lesen Sie hierzu auch eine Studie des arrhenius Instituts oder lesen die Erklärung der Wirtschaftswissenschaftler gegen neue Kohlekraftwerke unter www.wiwis-kohle.de.

Verdeckte Kosten der Kohleverstromung

Die Strompreise spiegeln nicht die wahren Kosten der Kohleverstromung wider, da die Kohlesubventionen offiziell „kleingerechnet“ werden. Eine Betrachtung der gesamtgesellschaftlichen Kosten (z.B. auch die Einbeziehung der staatlichen Förderung und die Klima- und Umweltbelastung) zeigt, dass einige Erneuerbare Energien (Wind und Wasser) schon heute deutlich günstiger sind als konventionelle Energieträger. Auch die Braunkohle ist nicht subventionsfrei.

Der hohe gesamtwirtschaftliche Nutzen der Erneuerbaren Energien (u.a. vermiedene Kosten für Stromimporte, vermiedene externe Umwelt- und Klimakosten, wirtschaftliche Wachstumsimpulse, Arbeitsplätze etc.) muss im Vergleich zu den wahren Kosten der fossilen Energieträger betrachtet werden.

Was haben neue Kohlekraftwerke in Deutschland mit der Verschärfung der Armut in Entwicklungsländern zu tun?

Mit ihren hohen CO2-Emissionen heizen neue Kohlekraftwerke über weitere Jahrzehnte den Klimawandel an. Schon jetzt sind die Folgen spürbar. Die ärmsten Menschen der Welt sind am stärksten vom Klimawandel betroffen. Starke Regenfälle oder lang anhaltende Dürren zerstören Ernten und führen zu weltweitem Hunger. Millionen Menschen in den Tropen und Subtropen verlieren ihre Lebensgrundlagen und müssen ihre Heimat verlassen. weiter…

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