Jürgen Rüttgers bekommt virtuellen Besuch: Hunderte Klimaschützer belagern seine Facebook-Seite

Damit hat Jürgen Rüttgers nicht gerechnet: Hunderte Klimaschützer belagern seit heute 14 Uhr seine Facebook-Seite und kritisieren ihn in ihren Nachrichten und Kommentaren, in den letzten Jahren in NRW nichts für den Klimaschutz getan zu haben. Nur drei Tage vor der NRW-Landtagswahl lassen so viele Menschen ihrem Unmut über die Energiepolitik des amtierenden CDU-Ministerpräsidenten, der weiterhin auf den Klimakiller Kohle setzt, freien Lauf.

Initiiert wurde der so genannte Flashmob von der Klima-Allianz, einem breiten gesellschaftlichen Bündnis von insgesamt über 100 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Jugend, Tierschutz, Verbraucherschutz und Gewerkschaften.

Facebook-Nutzer Klaus Kleingeld schreibt: “Klimaschutz sollte ur-eigenstes Interesse der CDU sein. Herr Rüttgers, setzen Sie sich endlich konsequent für den Klimaschutz ein und verzichten Sie auf Kern- und Kohlekraftwerke! Man wird es Ihnen danken.”

Durch Michaela Stoff ist jetzt auf Rüttgers Facebook-Seite zu lesen: “Klimaschutz in Deutschland: 10 neu geplante Kraftwerke, dabei steht die Tür offen für erneuerbare Energien wie Ökostrom!!!! Wie kann das sein???? Wir haben alle Mittel um erneuerbare Energien zu nutzen. Es ist absolut unverantwortlich, überhaupt noch über den Bau von neuen Kohlekraftwerken nachzudenken!!!!”

Bislang erschienen auf Rüttgers Facebook-Seite belanglose Meldungen über seine Wahlkampftour. Wie viele andere Politiker langweilt auch der (noch) amtierende CDU-Landesvater die Internetgemeinde mit Sätzen wie “Sie sind herzlich eingeladen in die Heinz-Gerlach Halle nach Bad Münstereifel” oder “Mit der CDU Nordrhein-Westfalen unterwegs: Diesmal bei Marie-Luise Fasse im Kreis Wesel II.”

Seite heute Nachmittag jedoch tummeln sich so viele Klima-Aktivisten auf Rüttgers Seite, dass für derlei Belanglosigkeiten kein Platz mehr ist. Am Pranger steht die Klimapolitik der NRW-CDU, die in dem größten Bundesland immer noch unbeirrt am Klimakiller Kohle festhält. Die Folge: Beim Klimaschutz ist Nordrhein-Westfalen Schlusslicht. Während deutschlandweit der Ausstoß von Treibhausgasen sinkt, verharrt er in NRW auf hohem Niveau – fatal für das Klima.

Besonders umstritten: Im Dezember letzten Jahres strich die Landesregierung
die Klimaschutz-Vorgaben ersatzlos aus dem Landesentwicklungsgesetz, um das gerichtlich gestoppte E.ON-Kohlekraftwerk zu retten. Nun darf der Energieriese weiter hoffen, seine CO2-Dreckschleuder bauen zu dürfen.

Die Klima-Allianz fordert deshalb ein Klimaschutz-Gesetz für NRW:

  • Nur wenn NRW aktiv Klimaschutz betreibt, können zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden
  • Nur wenn NRW auf neue klimaschädliche Kohlekraftwerke verzichtet, kann die Energiewende gelingen
  • Nur wenn NRW als Industrie- und Energieland beim klimaschutz ernst macht, können die deutschen Klimaschutzziele erreicht werden
  • Nur wenn NRW ein Klimaschutzgesetz verabschiedet, bekommt verbindlicher Klimaschutz seinen dringend benötigten Stellenwert.

Alle Informationen zum Klimaschutz-Gesetz für NRW unter:
www.klimaschutzgesetz-nrw.de

FÜR RÜCKFRAGEN
Elias Perabo, Die Klima-Allianz, 030-6781775-71

PRESSEKONTAKT
Die Klima-Allianz
Marienstraße 19-20
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presse@klima-allianz.de

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