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Keine neuen Kohlekraftwerke!

Investitionen in Kohle werden immer riskanter

Die Tage der billigen Kohlekraft sind entgegen aller Prophezeihungen der Kohleindustrie gezählt. Dies geht aus dem neuen Bericht ”Locked In” des US-amerikanischen Umweltverbands Sierra Club hervor. Der Bericht analysiert die finanziellen Risiken, die mit Investionen in Kohlekraftwerke einhergehen. Dieser zentrale Aspekt bei der Bewertung der Kohle bleibt meist im Dunkeln, während die ökologischen und gesundheitlichen Folgen von Kohlekraftwerken weitgehend bekannt sind.

Obwohl einige der weltgrößten Kohlekraftwerke am Rande des Bankrotts stehen, formiert sich eine neue Organisation kohleexportierender Länder (OCEC). Ganz abgesehen von den sozialen und ökologischen Schäden, die Kohlekraft anrichtet, gilt es also einen “Lock-in” in Kohlekraft zu vermeiden, da diese auch finanziell eine schlechte Investition darstellt.

Der Bericht beschreibt dei Gefahren eines möglichen “Lock-in-Effekts”, also der dauerhaften Ausrichtung der Energieversorgung auf Kohlekraft, die durch die hohen Investitionskosten und langen Laufzeiten von Kohlekraftwerken entsteht. In den letzten Jahren konnten in der EU und den USA ein Lock-in in Kohlekraft durch massiven öffentlichen Widerstand, steigende Kosten und grundlegende Veränderungen im Energiemarkt erfolgreich verhindert werden. Das Ausrichten der Energieversorgng auf Kohle werde für Länder wie China oder Indien aber zunehmend zu einer Gefahr, sowohl wirtschaftlich als langfristig auch ökologisch und gesundheitlich.

In Kohlekraft investierende Länder sind einer Vielzahl finanzieller Risiken am sich rapide verändernden Energiemarkt ausgesetzt. Es ist wichtig, diese Risiken zu verstehen und sie in die politischen Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. Dann erscheinen alternative Investitionen in saubere Energie und Energieeffizienz auch nicht mehr so unerschwinglich.

Hier können Sie den vollständigen Bericht (englisch) herunterladen.

Hier finden Sie die englischsprachige Pressemitteilung zur Studie

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