Klima-Allianz Deutschland

Energetische Gebäudesanierung

Fakten gegen Mythen über Naturdämmstoffe

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat ein Argumentationspapier veröffentlicht, das häufig genannte Vorurteile gegenüber Naturdämmstoffen beseitigen will. Ziel ist es, zu einer differenzierten und sachlichen Darstellung der energetischen Gebäudesanierung beizutragen, um potenziellen Sanierern Entscheidungshilfen an die Hand zu geben.

Die Wärmedämmung ist seit Jahren ein zentrales Element der energetischen Gebäudesanierung und ein kontrovers diskutiertes Thema. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Verbrauchern vor allem die konventionellen Dämmstoffe bekannt. Dazu zählen beispielsweise Polystyrol, aber auch weitere nicht-regenerative Baustoffe wie Mineralwolle, bei denen spezifi sche Kritikpunkte zu einer grundsätzlich negativen Darstellung von Dämmstoffen in der Öffentlichkeit geführt haben. Alternative Dämmstoffe aus Naturfasern wie Stroh, Holz, Schafwolle oder Zellulose werden dagegen aus wirtschaftlicher und bauphysikalischer Sicht als nicht konkurrenzfähige Nischenprodukte dargestellt. Verbraucher sind verunsichert, es fehlt eine neutrale Bewertung, aber auch allgemeine Informationen zum gesamten Dämmstoffangebot. Dadurch wird die ablehnende Haltung gegenüber der energetischen Sanierung und insbesondere der Dämmung manifestiert. Die Klimaschutzziele im Gebäudesektor geraten so ins Wanken. Eine Bewertung unserer Bau- und Sanierungspraxis nach klima- und umweltrelevanten Gesichtspunkten bedient die Debatte um die energetische Sanierung bis heute nicht.

Fragen der Ressourcenschonung, des Energieeinsatzes bei der Produktion oder der Entsorgung der verwendeten Materialien sind bisher noch unzureichend adressiert. In diesen Aspekten können Naturdämmstoffe Vorteile bieten und eine Lösung für Akzeptanzprobleme der energetischen Sanierung darstellen.

 

Das Argumentationspapier zum Herunterladen: hier.

Quelle: DUH

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