“Der Protest gegen neue Kohlekraftwerke in Deutschland hat sich inzwischen an jedem der geplanten Kraftwerksstandorte gut organisiert und wird immer professioneller und erfolgreicher,” so das Resultat einer Untersuchung der Klima-Allianz, einem breiten gesellschaftlichen Bündnis von über 100 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Jugend, Verbraucherschutz, Gewerkschaften und anderen. Die Ergebnisse ihrer Analyse veröffentlichte die Klima-Allianz auf der neuen Internetseite www.kohle-protest.de.
Neben den “Erfolgsgeschichten” der bereits 13 aufgegebenen bzw. verhinderten Kohlekraftwerksprojekte untersuchte die Klima-Allianz für jeden der derzeit geplanten 24 Kohlekraftwerks-Standorte die anstehenden Vorhaben, die lokale politische Situation und den Protest vor Ort. “Neue Kohlekraftwerke haben in Deutschland keinen gesellschaftlichen Rückhalt und werden von immer mehr Menschen quer durch alle gesellschaftlichen Schichten abgelehnt”, so Daniela Setton, Energie-Expertin bei der Klima-Allianz. “Dies erklärt auch, warum sich so viele Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen teils über Jahre hinweg gegen Kohlekraftwerks-Neubauten engagieren.” Die Bedeutung des Anti-Kohleprotests für den Klimaschutz könne dabei gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn dieser entscheide in Deutschland mit darüber, ob effektiver Klimaschutz und eine Energiewende gelingen werden. Die Klima-Allianz fordert ein Moratorium für den Bau neuer Kohlekraftwerke, um den Aufbau einer klimaverträglichen Energieversorgung nicht zu behindern. Neue Kohlekraftwerke würden 40 Jahre lang laufen und damit alle längerfristigen Klimaschutzziele sabotieren. Das Engagement gegen neue Kohlekraftwerke gehört deshalb zu den Schwerpunktaktivitäten des Bündnisses.
“Mit der Website wollen wir auch zeigen, wie stark, vielfältig, einfallsreich und hartnäckig der Protest gegen neue Kohlekraftwerke in Deutschland ist” sagt die Energie-Expertin. Dies zeigten allein die in den letzten Jahren erzielten Erfolge. “Durch verhinderte bzw. aufgegebene Kohlekraftwerke konnten in Deutschland seit 2007 bereits klimaschädliche CO2-Emissionen in Höhe von etwa 70 Millionen Tonnen jährlich vermieden werden. Die Mehrzahl dieser Planungen kippte aufgrund des öffentlichen Protests.”
Mit der Website gibt es im Internet erstmalig ein umfassendes Informationsportal rund um das Thema Neubau von Kohlekraftwerken und Proteste dagegen in Deutschland. Neben den Informationen zu den Kohlekraftwerks-Standorten – u.a. auf einer interaktiven Kohlekarte – bietet www.kohle-protest.de
PRESSEKONTAKT
Daniela Setton
Energiepolitik – Die Klima-Allianz
Marienstr. 19-20, 10117 Berlin
Tel: +49 (0)30 678 17 75 – 73 , E-Mail: setton@klima-allianz.de
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