EnBW: Scheinheilige Inszenierung als Klimaschützer

Klimakiller EnBW veranstaltet Klimakongress / Klima-Allianz und Bürgerinitiative kritisieren Konferenz als Alibi-Veranstaltung / Protestaktion vor dem Konferenzzentrum

Einer der schlimmsten Klimasünder weltweit – der Energiekonzern EnBW – veranstaltet in Berlin im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen einen Klimakongress, um Lösungswege beim Klimaschutz zu diskutieren.

Die Klima-Allianz und die Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen kritisieren bei einer Protestaktion vor dem Veranstaltungsort, dass der Kongress angesichts der klimaschädlichen Investitionspolitik des Konzerns den Charakter einer Alibi-Veranstaltung hat.

„Der Konzern inszeniert sich im Vorfeld des kommenden Klimagipfels in Kopenhagen medienträchtig als Klimaschützer, während er zugleich mit seiner Investitionspolitik fortgesetzt den Klimawandel anheizt“, kritisiert Daniela Setton, Energieexpertin der Klima-Allianz. „Keine Form der Energiegewinnung schädigt das Klima so sehr wie die Verstromung von Kohle. Trotzdem plant EnBW den Bau von vier neuen Kohlekraftwerken in Deutschland. Die Folge dieser Planungen: jedes Jahr zusätzliche CO2-Emissionen in Höhe von 17,5 Millionen Tonnen, die über Jahrzehnte hinweg das Klima belasten.“

Aktuell baut EnBW neue CO2-Dreckschleudern in Karlsruhe und Mannheim. Zwei weitere Kohlekraftwerke sind in Dörpen und Düsseldorf geplant.

„Wer glaubwürdigen Klimaschutz betreibt, der stoppt zuerst seine eigenen klimaschädlichen Investitionen. Bei uns in Dörpen würde mit dem von EnBW geplanten Kohlekraftwerk die klimafeindlichste Art der Energiegewinnung für Jahrzehnte zementiert. Jedes Jahr würde das Kraftwerk soviel CO2 in die Luft blasen wie ein Viertel des gesamten Verkehrssektors in Niedersachsen“, kritisiert Inge Stemmer, Sprecherin der Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen. Vor zwei Jahren hatte der frühere US-Vizepräsident Al Gore im Rahmen der damaligen EnBW-Konferenz mit seinem Vortrag „Eine unbequeme Wahrheit” sehr eindringlich vor der Klimakatastrophe gewarnt. „Es scheint, als hätte EnBW Al Gore damals nicht zugehört oder sie haben ihn nicht verstanden“, so Inge Stemmer. „Mit ihrem Festhalten am Klimakiller Kohle macht EnBW sich selbst an der Klimakatastrophe mitschuldig.“

„Statt über die Herausforderungen des Klimaschutzes zu reden, sollte EnBW lieber handeln: wir fordern den Konzern auf, seine Investitionen in klimaschädliche Kohlekraftwerks-planungen zu stoppen. Damit könnte der EnBW Konzern sofort aktiv Klimaschutz betreiben“, so Daniela Setton.

Weitere Informationen zur klimaschädlichen Energiepolitik von EnBW finden Sie zum download unter: http://www.die-klima-allianz.de/wp-content/uploads/enbw-Flyer.pdf .

Pressekontakte:
Daniela Setton, die Klima-Allianz, Tel.: 0179-7102094, setton@klima-allianz.de
Inge Stemmer, Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen, Tel.: 0172-9064210, ingestemmer@ewetel.net

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