Klima-Allianz Deutschland

Klimabedingte Migration

Deutschland nun in Nansen-Initiative zum Schutz von Umweltflüchtlingen

Die von Norwegen und der Schweiz am 02. Oktober 2012 gegründete Nansen-Initiative – benannt nach dem ersten Flüchtlingskommissar des Fridtjof Nansen – hat sich zum Ziel gesetzt, den rechtlichen Schutz von Menschen zu verbessern, die von Naturkatastrophen zur Flucht ins Ausland gezwungen werden. Neben den beiden Gründern gehören auch Australien, Bangladesch, Costa Rica, Kenya, Mexiko und die Philippinen der Initiative an. Nach erstem Unwillen ist nun auch Deutschland Mai 2013 der Initiative beigetreten.

Die Initiative ist schon deshalb bedeutend, weil sie den Zusammenhang von Migration und Umweltkatastrophen in den Blick nimmt und sich nicht auf Folgen des Klimawandels beschränkt. Somit setzt sie sich für die gleichen Schutzrechte bei klimatisch bedingten Naturereignissen (z.B. Überschwemmungen) als auch bei Erdbeben oder Vulkanausbrüchen ein.

Auch wenn die Initiative noch viele Fragen offen lässt und der Fokus auf grenzüberschreitende Migration fragwürdig ist, da umweltbedingte Migration größtenteils als sogenannte Binnenmigration innerhalb der Grenzen eines Landes stattfindet, ist die Initiative ein wichtiges Zeichen für die Erweiterung des Flüchtlingsbegriffs und die Ausweitung des Schutzes von Menschen, die aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen zur Flucht gezwungen werden.

Ausführlicher Bericht von ZEIT ONLINE zum Thema

Offizieller Auftritt der Nanse-Initiative

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