Klima-Aktivisten haben heute vor der Deutschen Bank in Darmstadt gegen die Finanzierung des
klimaschädlichen Kohlekraftwerks Mainz-Wiesbaden durch die Deutsche Bank protestiert. Unter
dem Motto “Deutsche Bank: Klimaschutz – uns doch egal” wollten Klimaschützer bei einer angemeldeten
und genehmigten Versammlung mit Bannern und Handzetteln in dem Design der Deutschen
Bank auf die klimafeindliche Investitionspolitik der Bank aufmerksam machen.
Nach heftigen Protesten von Seiten der Deutschen Bank forderte die Polizei schließlich die Klimaschützer
auf, sämtliche Materialien, die Ähnlichkeiten mit Materialen der Deutschen Bank aufweisen
könnten, zu entfernen.
Für Elias Perabo, Kohle- und Finanzierungsexperte der Klima-Allianz, ist das Verhalten der Deutschen
Bank ein Skandal: ” Hier sollen Kritiker der klimafeindlichen Investitionspolitik der Deutschen
Bank mundtot gemacht werden. Damit zeigt sich einmal mehr, dass die Deutsche Bank zwei
Gesichter hat: Einerseits versucht sie sich mit viel Werbung ein grünes Image zu geben, andererseits
möchte sie ein gegen den Willen der Bevölkerung in Mainz ein Kohlekraftwerk finanzieren,
was eine Gefahr für die Region und die Menschen darstellt.”
Der auf das Medienrecht spezialisierte Rechtsanwalt Carl Christian Müller sieht die Rechtsmäßigkeit
des Verbotes als nicht gegeben: „Die Deutsche Bank versucht hier das hohe Gut der freien
Meinungsäußerung mit vorgeschobenen Argumenten auszuhebeln. Anstatt über die gesundheitlichen
und klimapolitischen Folgen des Kohlekraftwerkes zu reden, soll mit fadenscheinigen Argumenten
Protest verboten werden.“
Solange sich die Deutsche Bank an der Finanzierung des Kohlekraftwerkes Mainz-Wiesbaden beteilige,
müsse sie akzeptieren, dass der Protest gegen sie weiter gehe, so Perabo weiter. Weitere
Proteste seien in Planung.
Informationen zu dem Stand und der Aktion finden sie unter www.klima-allianz.de/mainz.










