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Braunkohle in der Lausitz

Kraftwerksplanungen

Insgesamt 7.200 Megawatt Braunkohlenkraftwerke des Vattenfall-Konzerns arbeiten bereits an drei Standorten in der Lausitz. In Boxberg befinden sich weitere 670 MW im Bau. Wenn die Kohleblöcke in Jänschwalde verschlissen sein werden, sollen sie noch einmal durch einen 2000 MW – Neubau ersetzt werden. Für einen Betrieb bis in die 2060er Jahre!

 

Drohende Tagebaue in der Lausitz

Welzow-Süd II
Bis 2013 soll über die Umsiedlung von 810 Menschen in Proschim und Welzow entschieden werden, um etwa 204 Millionen Tonnen Braunkohle zu gewinnen und genauso viel CO2 freizusetzen. Die Stadt Welzow würde zur Halbinsel in der Bergbaulandschaft, Dörfer wie Lieske würden auf einem schmalen Streifen zwischen zwei Gruben eingepfercht.

Nochten II
Etwa 1.500 Menschen müssten aus den sorbisch-deutschen Dörfern Rohne, Mulkwitz, Mühlrose und Schleife umgesiedelt werden, um weitere 300 Millionen Tonnen Kohle zu gewinnen. Die Entscheidung wollen die sächsischen Behörden bis 2013 gefällt haben.

Jänschwalde-Nord
Von der Umsiedlung bedroht sind die 900 Einwohner von Grabko, Kerkwitz und Atterwasch für 250 Millionen Tonnen Kohle. Dörfer wie Deulowitz, Taubendorf und Groß Gastrose müssten an der Grubenkante stehen bleiben, teilweise auf einem wenige hundert Meter schmalen Streifen zwischen Tagebau und dem Grenzfluss Neiße. Ein Braunkohlenplan soll bis 2015 für verbindlich erklärt werden.

Bagenz-Ost
Wertvolle Wälder zwischen Hornow und Bagenz würden diesem Tagebau zum Opfer fallen, um nach 2035 noch Braunkohle fördern zu können. Ab 2015 soll das Planverfahren beginnen.

Spremberg-Ost
Direkt vor den Toren der Stadt, die sich gern „Perle der Lausitz“ nennt, würde hier ein neues Loch entstehen. Ein Beginn des Planverfahrens wird für 2015 erwartet. Der Tagebau würde ein Landschaftsschutzgebiet und die Trinkwassergewinnung der Stadt in Anspruch nehmen.