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Braunkohle in der Lausitz

Hauptkritik an der Braunkohlenutzung

CO2-Ausstoss
Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger der Welt, kein anderer Brennstoff stößt pro Kilowattstunde so viel Kohlendioxid aus.

Umsiedlungen
Braunkohletagebaue sind so riesige Löcher in der Landschaft, dass für jeden mehrere Dörfer umgesiedelt werden müssen. Über Jahrhunderte gewachsene Orte verschwinden vom Erdboden, Menschen müssen ihre Heimat verlassen, ob sie wollen oder nicht. Denn bei Weigerung droht die Enteignung nach dem undemokratischen deutschen Bergrecht.

Grundwasserabsenkung
Beim Tagebau wird das Grundwasser bis unter die Kohle abgepumpt. Das führt zu einer oft kilometerweiten Absenkung des Grundwassers, durch die Feuchtgebiete vernichtet und Setzungsschäden an Gebäuden verursacht werden. Steigt das Wasser nach dem Bergbau wieder an, führen chemische Reaktionen zur Versauerung und jahrzehntelangen Folgeschäden.

Leben an der Grubenkante
Wessen Wohnort an der Grubenkante steht, dessen Lebensumfeld ist für Jahrzehnte gestört. Straßen werden abgeschnitten, große Umwege nötig, Lärm und Staub des Tagebaus stören die Lebensqualität. Es gibt keinen Anspruch auf Entschädigung, so dass betroffene Orte immer wieder nur als Bittsteller an die Tür des Kohlekonzerns klopfen müssen.

Subventionen
Braunkohle ist kein „subventionsfreier Energieträger“, auch wenn das immer wieder behauptet wird. Denn die meisten Folgekosten trägt die Allgemeinheit. Die europäische Umweltagentur bezifferte im November 2011 die Kosten allein des  Kraftwerkes Jänschwalde für die Allgemeinheit mit 1,2 bis 2 Milliarden Euro. Das Kraftwerk ist damit die drittschädlichste Industrieanlage Europas.