Newsletter
14. Februar 2017

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Liebe Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland, liebe Newsletter-AbonnentInnen,

am Sonntag wurde Frank-Walter Steinmeier zum neuen Staatsoberhaupt Deutschlands gewählt. Der vorherige Außenminister kündigte in der Rede nach seiner Wahl an „Freiheit und Demokratie in einem vereinten Europa“ verteidigen zu wollen. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energiewende hingegen wurden in seiner Rede nicht erwähnt. Steinmeier muss sich nun in seiner neuen Rolle auch für den Klimaschutz einsetzen. Sein Vorgänger im Amt, Joachim Gauck, mahnte erst im vergangenen Jahr, dass die internationale Staatengemeinschaft mit Blick auf die Agenda 2030 noch „von vielen ihrer Ziele weit entfernt ist.“

Auch in diesem Jahr stehen die Regierungen der führenden Industrie- und Schwellenländer in der Verantwortung, die weltweite Dekarbonisierung voranzutreiben. Als Ausrichter des G20-Gipfels hat Deutschland auch hierbei eine wichtige Rolle, um das Thema auf die Agenda zu setzen. In diesem Zusammenhang diskutiert Germanwatch in seinem Hintergrund-Papier „Shifting the Trillions“  Ansätze, mit denen die G20 internationale Finanzflüsse in Richtung treibhausgasarme und klima- resiliente Entwicklung lenken können.

Neben den multilateralen Gesetzgebungen bleibt die zivilgesellschaftliche Partizipation ein wichtiger Baustein um Klimaschutz umzusetzen. Um die Partizipation zu erhöhen, lädt das Klima-Allianz Mitglied Bürgerlobby Klimaschutz zum Workshop „Gib dem Klima eine Lobby!“ ein. Der Workshop gibt TeilnehmerInnen die Gelegenheit, Methoden des Bürgerlobbyings kennenzulernen und auszuprobieren.

Als Gesicht der Klima-Allianz stellen wir Ihnen diesmal den Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) vor. Als größte Interessensvertretung der vegetarischen und vegan lebenden Menschen in Deutschland setzt sich der Verein seit 1892 aktiv für eine dauerhafte Senkung des Fleischkonsums ein und betont die pflanzenbezogene Lebensweise als attraktive und gesunde Alternative.

Herzliche Grüße

Ihre Klima-Allianz Geschäftsstelle

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Inhalt


1. News | Klima- und Energiepolitik

2. Gesichter der Klima-Allianz
3. Meldungen der Klima-Allianz

4. Meldungen der Mitglieder
5. Termine
6. Klimafakten

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1. News | Klima- und Energiepolitik

Steinmeier wird Bundespräsident

In einer Rede nach der Wahl kündigte Steinmeier an, "Freiheit und Demokratie in einem vereinten Europa" verteidigen zu wollen. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energiewende gehören nicht zu Steinmeiers Kernthemen. Im Jahr 2015 warnte er als Außenminister anlässlich des in Deutschland stattfindenden G7-Gipfels vor dem Klimawandel, der die Stabilität der Staaten gefährde. Ebenso lobte er stets die Idee der Energiewende. Als SPD-Kanzlerkandidat hatte er sich im Bundestagswahlkampf 2009 allerdings als Freund der Kohle inszeniert, indem er etwa ein Bergwerk besuchte, den Mitarbeitern vor Ort versprach, er stehe "auf ihrer Seite" – und dann dafür plädierte, den für 2018 geplanten Ausstieg aus den Steinkohle-Subventionen zu verschieben. Mehr erfahren...

Quelle: Klimaretter.info

Nominierungen zum #1 European Fossil Fuel Subsides Awards

Die Subventionierung der fossilien Brennstoffe steht in ganz Europa dem erfolgreichen Klimaschutz entgegen und bedroht dabei unsere Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft. Um die Finanzierung der dreckigen Energie bloßzustellen gibt es bis zum 28. Februar die Möglichkeit eine nationale Subventionierung von fossilen Brennstoffen zu für den #1 European Fossil Fuel Subsides Award zu nominieren.  Mit der Nominierung einer Subventionierung trägst du dazu bei, die Scheinheiligkeit der europäischen Regierungen und anderen öffentlichen Institutionen aufzudecken, die die Unterstützung des Klimaschutzes versprechen, aber gleichzeitig fossile Brennstoffe finanzieren. Mehr erfahren...

Quelle: CAN Europe

Klimaschutz und Betreiberwechsel: Die ostdeutsche Braunkohlewirtschaft im Wandel

Den Klimaschutzzielen der Bundesregierung zufolge muss die Braunkohleverstromung in Deutschland bereits deutlich vor dem Jahr 2030 kontinuierlich abnehmen. Simulationen zeigen, dass die bereits genehmigten Tagebaufelder in den ostdeutschen Revieren bei einer Einhaltung der Klimaschutzziele bis 2030 nicht voll-ständig ausgekohlt würden. Pläne für neue bzw. zu erweiternde Tagebaufelder erübrigen sich somit. Um Planungssicherheit für alle Akteure herzustellen, sollte die Politik die Genehmigung weiterer Tagebaufelder daher verbindlich ausschließen. Mehr erfahren...

Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

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2. Gesichter der Klima-Allianz Deutschland

Gesicht der Klima-Allianz Deutschland: VEBU e.V.

Der VEBU ist die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit 1892 setzt sich die Organisation mit positiver Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, den Fleischkonsum dauerhaft zu senken und eine pflanzenbetonte Lebensweise als attraktive und gesunde Alternative allen Menschen zugänglich zu machen. Der VEBU unterstützt beim Start in eine genussvolle Ernährung mit zahlreichen Angeboten und zeichnet sich durch motivierende Kampagnen, vielfältige Veranstaltungen und die zielgerichtete Arbeit mit Multiplikatoren aus. Für Experten wie Verbraucher hat sich die Organisation als führende Anlaufstelle in allen Fragen des vegetarisch-veganen Lebens etabliert. Mehr erfahren...

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3. Meldungen der Klima-Allianz Deutschland

Stellenausschreibung der Klima-Allianz Deutschland

Die Geschäftsstelle der Klima-Allianz Deutschland sucht ab 01.04.2017 eine/n Referent/ Referentin Kohleausstiegskampagne. Die Kohleausstiegskampagne der Klima-Allianz Deutschland unterstützt und bündelt die Strategien, Kampagnen und Aktivitäten der Mitgliedsorganisationen und anderer Akteure der Zivilgesellschaft zum Kohleausstieg. Gemeinsam treiben wir die politische und öffentliche Debatte um den Kohleausstieg voran und setzen uns gegen neue Braunkohletagebaue und für einen sozialverträglichen Strukturwandel ein. Mehr erfahren...

Workshop - Gib dem Klima eine Lobby!

Als Bürgerin oder Bürger in der Klimapolitik mitmischen – wie soll das gehen? Wer hat sich nicht schon mehr oder weniger machtlos gefühlt, wenn es um den Klimawandel geht? Statt aber den Kopf in den Sand zu stecken, stellen wir in diesem Workshop eine Möglichkeit vor, sich selbst aktiv in die Klimapolitik einzumischen.
Der Workshop gibt Teilnehmern die Gelegenheit, Methoden des Bürgerlobbyings kennenzulernen und auszuprobieren. Die Methoden basieren auf den Erfahrungen der Bürgerlobby Klimaschutz: Bürgerinnen und Bürger erschließen sich ihre politischen Fähigkeiten, schaffen den politischen Willen für ein stabiles Klima – und setzen alles daran, ihre/n gewählte/n Abgeordnete/n zu einem Klimahelden zu machen. Mehr erfahren...

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4. Meldungen der Mitglieder

BayernLB: Kein Geld für Trumps Pipeline!

Heute haben mehrere NGOs vor der Zentrale der BayernLB protestiert und mehr als 700.000 Unterschriften aus weltweiten Petitionen gegen die Finanzierung der Ölpipeline Dakota Access übergeben (vgl. Medieninfo). Die BayernLB ist eine von 17 beteiligten Banken, die dem Pipeline-Konsortium im August 2016 einen Projektkredit über bis zu 2,5 Mrd. Dollar gewährt haben. Die Aktion ist Teil einer globalen Protestwoche. Mehr erfahren...

Quelle: urgewald.org

Landessynode beschließt Klimaschutzkonzept

Die Landessynode hat ein „Integriertes Klimaschutzkonzept“ beschlossen und die Kirchenleitung mit dessen Umsetzung beauftragt. Dazu gehört die Beantragung von Fördermitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, um zwei befristete Stellen für Klimaschutzmanager oder –managerinnen einzurichten. Zu deren Aufgaben gehören Beratungen und Schulungen für Kirchengemeinden, die Entwicklung von Handreichungen und Leitlinien für Bauen und Sanieren, Netzwerkarbeit und Kommunikation. Das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ ist ein Orientierungs- und Handlungsrahmen. Es umfasst eine Energie- und Treibhausgasbilanzierung in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Beschaffung mit konkreten Reduktionszielen (ausgehend vom Basisjahr 2005, minus 40 Prozent bis 2020 und minus 50 Prozent bis 2025) sowie Ansätze für entsprechende Maßnahmen. Mehr erfahren...

Quelle: ekir.de

Passivhaus-Schulen werden aktiv

Die Projektpartner von „Passivhaus-Schulen werden aktiv“ möchten Sie herzlich zur ganztägigen Fachtagung am 17.05.2017 in die Leonore-Goldschmidt-Schule in Hannover einladen. Es erwartet Sie ein spannender Tag mit interessanten Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden rund um das Thema Schulgebäude in Passivhaus-Bauweise.
Dabei werden Ihnen die Ergebnisse aus dem Projekt „Passivhaus-Schulen werden aktiv“ präsentiert. Innerhalb des Projektes (Laufzeit 2015-2017) wurden etwa 30 in Passivhaus-Bauweise gebaute oder sanierte Schulen hinsichtlich der Herausforderungen und Stärken in Betrieb und Nutzung untersucht. Sie haben die Möglichkeit, persönliche Erfahrungen zum Thema auszutauschen und Kontakte zu den verschiedensten Akteuren zu knüpfen. Mehr erfahren...

Quelle: Klima-Allianz.de

The Role of the G20 in Making Financial Flows Consistent with Global Long-Term Climate Goals

Das historische Pariser Klimaabkommen und die Agenda 2030 bilden einen neuen Rahmen für die weltweite Dekarbonisierung und nachhaltige, klima-resiliente Entwicklung. Um diese globalen Ziele zu erreichen, muss gemeinsames Handeln durch die Regierungen der führenden Industrie- und großen Schwellenländer bei multilateralen Foren wie der G20 auf der Agenda stehen. Im Rahmen der G20 ist es eine der dringendsten und auch vielversprechendsten Aufgaben, die notwendigen Finanzflüsse für nachhaltige Investitionen zu mobilisieren bzw. umzuschichten, insbesondere für Infrastruktur und die globale Energiewende. Mehr erfahren...

Quelle: Germantwach.org

Umweltverbände fordern von Bundesminister Schmidt zukunftsfähige Agrarpolitik für Mensch, Tier und Natur

Anlässlich der scharfen Kritik von Bundes­land­wirtschafts­minister Schmidt an den "neuen Bauernregeln" des Bundesumweltministeriums haben die Umweltverbände BUND, Nabu und DNR auf den überfälligen Kurswechsel in der Agrarpolitik hingewiesen. "Düngemittel und Pestizide im Grundwasser, anhaltender Verlust der Arten­viel­falt, Vermaisung der Landschaft und Massentierhaltung machen deutlich, dass es ein 'Weiter so' in der Agrarpolitik nicht geben kann", sagte DNR-Präsident Kai Niebert. Mehr erfahren...

Quelle: BUND.net

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6. Klimafakten

Falschaussagen zur Wissenschaft: In Meinungsbeiträgen erlaubt?

In den Medien tauchen gelegentlich fehlerhafte oder zumindest zweifelhafte Aussagen zur Klimaforschung auf. Gegen einen solchen Fall ist kürzlich ein britischer Forscher vorgegangen – erfolglos. Häufig handelt es sich bei derartigen Texten um Meinungsartikel, die den besonderen Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit genießen. Doch ein Blick in die Standesregeln der Presse zeigt, dass die journalistische Sorgfaltspflicht auch dort gilt. Mehr erfahren...

Quelle: Klimafakten.de

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